Dance Music Award (DMA) wandert von der CeBIT ab
Erstellt am: 23.02.2006 - von: nw
Im Rennen um die Branchenführerschaft bei publikumsnahen Veranstaltungen zwischen CeBIT und Internationaler Funkausstellung (IFA) muss die Computermesse zurückstecken: Der "Dance Music Award", der bundesweit bedeutendste Preis für Künstler der elektronischen Musik, wird nicht wie 2005 auf der CeBIT vergeben, sondern am 2. September auf der IFA in Berlin. Das haben die Organisatoren auf HAZ-Nachfrage bestätigt. Maßgebend für die Entscheidung seien finanzielle Übelegungen, sat Cengiz Celik von der Geschäftsführung der veranstaltenden A.E.C. Geronimo Verlags GmbH aus Datteln. Die Kosten für die Umrüstung der benutzten Messehalle und die hohen Hotelpreise zur CeBIT hätten den Ausschlag für Berlin gegeben. "Dort steht uns das komplett ausgestattete Kongresszentrum ICC zur Verfügung, in Hannover müssten wir erst wieder eine Messehalle für unsere Bedürfnisse herrichten", sagt Celik. Die Messe AG habe zwar angeboten, den Veranstaltern dieses Mal mit dem Preis entgegen zu kommen. "Doch es war immer noch zu viel für uns", sagt Celik. Der Geschäftsführer beklagt allerdings auch die Hotelpreise während der CeBIT. 2005 habe man die Künstler komplett in Wolfsburg untergebracht, weil die Preise in Hannover zu hoch gewesen seien. Nur das Personal habe in Hannover übernachtet. In der Branche ist es kein Geheimnis, dass während der Computermesse Hotels im Umland vereinzelt ungefähr das Doppelte des üblichen Preises verlangen, im Stadtgebiet kann es bis zum Vierfachen gehen. Beim Deutschen Hotel- und Gaststättenverband (Dehoga) kennt man das Problem. "Es gibt immer wieder schwarze Schafe, doch wir bemühen uns, sie ausfindig zu machen", sagt Regionschef Helmut Uhl. So gebe es stichprobenartige Preiskontrollen, zudem habe die Messe AG eine Liste mit Hotels erstellt, bei denen das Verhältnis zwischen Preis und Leistung stimmt. Quelle: HAZ