Legale Drogen in Düsseldorfer Kneipen
Erstellt am: 16.02.2004 - von: @lex
Das fordert der Holländische Bürgermeister Jos Som. Er hat deutsche Besucher hinter der Grenze satt
Düsseldorf - Er ist ein konservativer Politiker mit einer ungewöhnlichen Vision: Wenn es nach Jos Som (CDA), dem Bürgermeister der Grenzgemeinde Kerkrade geht, dann gibt es demnächst Marihuana und Haschisch in Düsseldorfer Altstadt-Kneipen. Denn Som hat von deutschen Drogentouristen in seiner Gemeinde die Nase gestrichen voll.
Zu Tausenden fahren sie regelmäßig (vor allem an Wochenenden) über die Grenze: die Freunde "weicher Drogen". In den Niederlanden nämlich kann man die hierzulande verbotenen Substanzen ganz legal erwerben und konsumieren - in den berühmten "Coffeeshops". In Kerkrade gibt es drei genehmigte Verkaufsstellen, aber auch - so der Bürgermeister - eine zweistellige Zahl von illegalen Umschlagplätzen. Und die sind ihm ein Dorn im Auge.
Übrigens: In der Hauptanlaufstelle für Düsseldorfer Marihuana- und Haschisch-Fans, der Stadt Venlo, liegen diese Zahlen um ein Vielfaches höher. Und Som hat festgestellt: "Auf jede der illegalen Verkaufsstellen kommen 500 »Kunden« pro Tag - zu 95 Prozent sind das Deutsche."
Der streitbare CDA-Mann geht jetzt in die Offensive, fordert von den niederländischen und deutschen Innenministerien eine radikale Veränderung: "Auf deutscher Seite sollten im Abstand von 50 Kilometern zur Grenze probeweise Coffeeshops eröffnet werden", so Som. "Lasst die Deutschen doch in ihrem eigenen Land Drogen kaufen, dann bleiben sie hier weg, und wir sind das Problem los!" Luftlinie 50 Kilometer von der Grenze - das wäre mitten in Düsseldorf!
Wenngleich deutsche Drogentouristen dem Vorstoß Positives abgewinnen könnten - die offiziellen Stellen in Deutschland winken ab: "Minister Fritz Behrens hat sich jüngst gemeinsam mit dem niederländischen Ministerpräsidenten in Kerkrade ein Bild von der Lage gemacht", erklärt Ludger Harmeier, Sprecher des Innenministeriums. "Das Problem ist erkannt - es wurde vereinbart, eine gemeinsame Arbeitsgruppe der niederländischen und deutschen Polizei zu gründen, um es zu lösen. Aber eine Einrichtung von Coffeeshops bei uns kann die Lösung nicht sein." Der holländische Politiker Som geht in die Offensive.Der Drogentourismus blüht. Deutsche "Besucher" in einem Coffeeshop in Holland. Dort können so genannte weiche Drogen wie Marihuana oder Haschisch legal erworben und gleich geraucht werden.
(Quelle: www.express.de)
Düsseldorf - Er ist ein konservativer Politiker mit einer ungewöhnlichen Vision: Wenn es nach Jos Som (CDA), dem Bürgermeister der Grenzgemeinde Kerkrade geht, dann gibt es demnächst Marihuana und Haschisch in Düsseldorfer Altstadt-Kneipen. Denn Som hat von deutschen Drogentouristen in seiner Gemeinde die Nase gestrichen voll.
Zu Tausenden fahren sie regelmäßig (vor allem an Wochenenden) über die Grenze: die Freunde "weicher Drogen". In den Niederlanden nämlich kann man die hierzulande verbotenen Substanzen ganz legal erwerben und konsumieren - in den berühmten "Coffeeshops". In Kerkrade gibt es drei genehmigte Verkaufsstellen, aber auch - so der Bürgermeister - eine zweistellige Zahl von illegalen Umschlagplätzen. Und die sind ihm ein Dorn im Auge.
Übrigens: In der Hauptanlaufstelle für Düsseldorfer Marihuana- und Haschisch-Fans, der Stadt Venlo, liegen diese Zahlen um ein Vielfaches höher. Und Som hat festgestellt: "Auf jede der illegalen Verkaufsstellen kommen 500 »Kunden« pro Tag - zu 95 Prozent sind das Deutsche."
Der streitbare CDA-Mann geht jetzt in die Offensive, fordert von den niederländischen und deutschen Innenministerien eine radikale Veränderung: "Auf deutscher Seite sollten im Abstand von 50 Kilometern zur Grenze probeweise Coffeeshops eröffnet werden", so Som. "Lasst die Deutschen doch in ihrem eigenen Land Drogen kaufen, dann bleiben sie hier weg, und wir sind das Problem los!" Luftlinie 50 Kilometer von der Grenze - das wäre mitten in Düsseldorf!
Wenngleich deutsche Drogentouristen dem Vorstoß Positives abgewinnen könnten - die offiziellen Stellen in Deutschland winken ab: "Minister Fritz Behrens hat sich jüngst gemeinsam mit dem niederländischen Ministerpräsidenten in Kerkrade ein Bild von der Lage gemacht", erklärt Ludger Harmeier, Sprecher des Innenministeriums. "Das Problem ist erkannt - es wurde vereinbart, eine gemeinsame Arbeitsgruppe der niederländischen und deutschen Polizei zu gründen, um es zu lösen. Aber eine Einrichtung von Coffeeshops bei uns kann die Lösung nicht sein." Der holländische Politiker Som geht in die Offensive.Der Drogentourismus blüht. Deutsche "Besucher" in einem Coffeeshop in Holland. Dort können so genannte weiche Drogen wie Marihuana oder Haschisch legal erworben und gleich geraucht werden.
(Quelle: www.express.de)