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Umsätze der deutschen Musikindustrie 2002 eingebrochen

Erstellt am: 26.02.2003 - von: Core

Hamburg (Reuters) - Die deutsche Musikindustrie hat im vergangenen Jahr auf Grund der Konsumflaute sowie der Zunahme von Raubkopien deutliche Umsatzeinbußen verzeichnet.

Insgesamt sei der Umsatz im deutschen Tonträgermarkt 2002 um 11,3 Prozent auf 1,97 Milliarden Euro gesunken, teilte der Bundesverband der Phonographischen Wirtschaft am Mittwoch in Hamburg mit. Gründe für den Rückgang seien insbesondere die allgemeine Kaufzurückhaltung sowie die Zunahme von Raubkopien, hieß es. Der Verband schätzt, dass im Jahr 2002 rund 267 Millionen Musik-CDs privat kopiert worden sind. "Die Zahl liegt damit rund 61 Prozent höher als die Summe verkaufter CD- Alben", hieß es. Genaue Zahlen zum Ausmaß der illegalen Vervielfältigung von Tonträgern will der Verband den Angaben zufolge im April veröffentlichen.

Um die Rahmenbedingungen des Tonträgermarktes zu verbessern, fordert der Phono-Verband eine Senkung des Mehrwertsteuersatzes für CDs von 16 Prozent auf sieben Prozent. Alle anderen Kulturgüter seien schon mit dem ermäßigten Mehrwertsteuersatz belegt, hieß es. Die Ungleichbehandlung von CDs müsse jetzt von der Bundesregierung beseitigt werden.