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Älteste Diskothek der Stadt schließt

Erstellt am: 04.01.2008 - von: nw

"Avalon" wurde seit 23 Jahren ohne erforderliche Genehmigung betrieben / Chefs geben ehemaliges "Rainbow" auf

Die älteste Diskothek der Stadt hat vermutlich für immer geschlossen: Wegen baurechtlicher Probleme muss das "Avalon" im Gewerbegebiet Altwarmbüchen - Nachfolger des "Rainbow" - seinen Betrieb einstellen. Am heutigen Freitag bleibt die Tanzfläche, auf der sich sonst mehr als 1000 Gäste am Abend vergnügt haben, leer - nach 23 Jahren.

Vor zweieinhalb Jahren hatte "Avalon"-Betriebsleiter Gero Meding zusammen mit einigen Geschäftspartnern die "Rainbow Handelsgesellschaft" und damit den Betrieb der größten Diskothek der Region übernommen. Einer Diskothek, die sich vorrangig an das junge Publikum gerichtet hatte. Hier traf man sich, wenn die Eltern das erste Mal eine durchtanzte Nacht erlaubten. Allerdings war das "Rainbow" Anfang des Jahrtausends immer wieder wegen Gewalttaten und Drogendelikten in die Schlagzeilen geraten. Den "Avalon"-Machern gelang ein Neuanfang. In enger Kooperation mit der Polizei und dem Jugendamt wurde der Tanztempel wieder ein beliebter Treff.

"Um den Laden auch optisch zu verbessern, haben wir bei der Stadt einige Anträge für Umbauten gestellt", sagte Meding. Dabei stellte sich heraus, dass es überhaupt keinen Bauantrag gibt, der die Nutzung des Gebäudes als Diskothek erlaubt. "Aus welchem Grund das so ist, können wir auch nicht sagen", sagte Stadt-Sprecherin Konstanze Kalmus. Nach Kenntnis von Meding gibt es zumindest einen Bauantrag, der die Nutzung als Büro- und Lagergebäude erlaubt. Eine Diskothek hätte dort aber nie eröffnet werden dürfen. "Nachdem wir das erfahren haben, mussten wir die Notbremse ziehen", sagte Betriebsleiter Meding. Er und seine Geschäftpartner wollen das Risiko, einen neuen Antrag zu stellen, nicht eingehen. "Wer weiß, was dabei noch alles herauskommt", sagte er. Die bisherigen Betreiber wollen die Kosten und Mühen, die es kosten würde, die Diskothek aus der Illegalität zu holen, nicht auf sich nehmen. Damit dürfte das Aus für das "Avalon" besiegelt sein.

Quelle: HAZ